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Menschenrechts-Filmpreis

Lange Nacht des Menschenrechts-Filmpreises/UNESCO

Am Montag, den 16.01.2017 findet im LVR-LandesMuseum Bonn die lange Nacht des Menschenrechts-Filmpreises statt. Eine Veranstaltung der Deutschen UNESCO-Kommission & des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Kooperation mit Amnesty International Bonn und dem LVR LandesMuseum Bonn.

16.01.2017; Beginn 19:00 Uhr

Ort: LVR - LandesMuseum Bonn

Colmantstraße 14-16
53115 Bonn
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: wissenschaft@unesco.de

Ab Januar ist es wieder so weit: Die Gewinnerfilme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 gehen auf Tournee durch 10 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz um landesweit mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen! Wir, die Deutsche UNESCO Kommission in Kooperation mit der Amnesty Hochschulgruppe Bonn, freuen uns sehr darauf, am 16. Janaur dem Bonner Publikum in Anwesenheit der Filmemacher vier der sechs preisgekrönten Beiträge zu präsentieren. Sichert euch schon jetzt euren Sitzplatz per Mail an wissenschaft@unesco.de (Eintritt frei). Durch den Abend führt Michael Möller von der Filmakademie Baden-Württemberg.

Und dies sind die Filme:

"Durch den Vorhang" (A. Khaet) (Kategorie Bildung, Drama von 2016, 27 Minuten)

Unbeschwert macht Tom sich mit seiner Klasse auf die Reise nach Israel. Weder sein Lehrer noch die Aussicht auf einen engen Tagesplan verderben ihm die Stimmung. Als er wenige Stunden nach seiner Ankunft verletzt im Krankenhaus liegt ist Tom seine gute Laune vergangen. Wie ist er hier hergekommen? Er lässt die letzten Stunden noch einmal Revue passieren und seine Wut auf das fremde Land wächst, bis seine Bettnachbarin durch den Vorhang, der die beiden trennt, zu erzählen beginnt.

"Morgenland" (S.E. Schroeder, L. Rist, H. Kaul und T. Kirchberg) (Kategorie Amateure, Essayfilm von 2015, 34:30 Minuten)

Jugendliche Geflüchtete aus Syrien, dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea und Somalia stehen gemeinsam mit Göttinger Jugendlichen, deren Eltern vor sechzehn Jahren aus dem Kosovo geflüchtet sind, vor der Kamera. In dem verspielten, surrealen und gleichzeitig abgrundtief realistischen Film inszenieren sie sich selbst an Lieblings- und Sehnsuchtsorten sowie in ihren Traumberufen. Wer darf in Deutschland bleiben, wer nicht? Die Göttinger Filmemacher BILDWERFER und das Freie Theater BOAT PEOPLE PROJEKT haben mit MORGENLAND einen berührend poetischen und dabei höchst politischen Film gedreht.

„Mexiko – Künstler gegen das Verbrechen“ (A. Bühler und J.-U. Korsowsky) (Kategorie Magazinbeitrag, Magazinbeitrag von 2015, 6:50 Minuten)

An den seit Oktober 43 verschwundenen Lehramtsstudenten aus dem mexikanischen Ayotzinapa kommt man im mexikanischen Alltag nicht mehr vorbei. 43" ist eine Chiffre für das ungesühnte Verbrechen in Mexiko geworden, für die Verstrickungen des Staates mit der Drogenmafia. Künstler und die Eltern der mutmaßlich ermordeten Studenten sind die moralische Instanz einer neuen zivilgesellschaftlichen Bewegung geworden. Musiker wie der Rapper Lengualerta machen in ihren Songs auf das unaufgeklärte Verbrechen aufmerksam. Aktionen, wie „Videoclip und Diskurs“, wollen nicht nur die Erinnerung an die 43 Studenten wachhalten, sondern auch den Protest organisieren.

„Esperanza 43“ (O. Stiller) (Kategorie Kurzfilm, Dokumentarfilm von 2015/2016, 20 Minuten)

Am 26. September 2014 sind im mexikanischen Iguala nach Übergriffen der Polizei 43 Studenten des Lehramtsinternats in Ayotzinapa verschwunden, sechs weitere Personen starben in derselben Nacht. Offiziell ist der Fall abgeschlossen und die vermissten jungen Männer für tot erklärt worden, obwohl nicht einer von ihnen gefunden wurde. Der Rechtsanwalt Luis Salas ordnet die dünne Beweislage ein. Ernesto ist einer der wenigen an der Universität verbliebenen Kommilitonen und war bei den Vorfällen dabei. Er hat genauso wie die Eltern der dreiundvierzig Hoffnung, die jungen Leute des Erstsemester-Jahrgangs an der Schule wieder zu sehen.