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Belarus

Diskussion: Todesstrafe in Belarus

  • Hörsaal 17
  • Universität Bonn (Anglistik)
  • Mittwoch, 25. April 2018 19:00 - 21:00 Uhr
  • Eintritt frei


Diskussion: Todesstrafe in Belarus

Die Todesstrafe ist weltweit auf dem Rückzug. Immer mehr Staaten verabschieden sich von dieser äußersten Strafe – nicht zuletzt, weil sie gegen das fundamentalste Menschenrecht, das Recht auf Leben, verstößt. Europa könnte längst der erste Kontinent ohne Todesstrafe sein, wenn nicht Belarus (Weißrussland) weiterhin die Todesstrafe anwenden würde. Belarus ist das letzte Land in Europa und der früheren Sowjetunion, das Straftäter zum Tode verurteilt und hinrichtet.

Am Mittwoch, dem 25. April 2018 berichten Aliaksandra Yakovitskaya und Andrei Paluda an der Universität Bonn über ihre Erfahrungen. Frau Yakvitskaya ist selbst Betroffene: Ihr Vater wurde im Januar 2016 zum Tode verurteilt. Trotz widersprüchlicher Zeugenaussagen wurde er im November 2016 hingerichtet. Die Todesstrafe in Belarus wird immer wieder von schweren Mängeln im Justizsystem, unfairen Gerichtsverfahren und erzwungenen „Geständnissen“ begleitet. Davon weiß Andrei Paluda zu berichten: Als Koordinator der Kampagne „Menschenrechtsverteidiger gegen die Todesstrafe in Belarus“ am Menschenrechtszentrum „Viasna“ (Frühling), einer Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Minsk, versucht er öffentliches Bewusstsein für das Thema zu schaffen und Betroffene juristisch zu unterstützen. Ziel ist es, einen Hinrichtungsstopp in Belarus zu erreichen, als erster Schritt zur vollständigen Abschaffung der Todesstrafe.

Wie verbreitet die Todesstrafe weltweit (immer noch) ist, zeigt ein jährlich erscheinender Amnesty-Bericht, der in diesem Jahr am 12. April veröffentlicht wird. Vertreter von Amnesty International geben einen kurzen Einblick in die aktuelle Situation. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine offene Frage- und Diskussionsrunde mit dem Publikum.

Amnesty International lädt alle Interessierten herzlich zu der spannenden Veranstaltung ein. Sie findet statt am Mittwoch, 25. April 2018, 19:00 Uhr, Hörsaal 17 der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 5, 53113 Bonn. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt. Für Nachfragen oder Interviewwünsche wenden Sie sich gerne an die Veranstalter.