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Der Stop Folter-Arbeitskreis der Hochschulgruppe Bonn

„ Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. “ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 5

Schläge, Tritte, Aufhängen an Händen oder Füßen, Elektroschocks, Isolation, vorgetäuschte Exekutionen, Vergewaltigung - dieser Albtraum ist Realität für unzählige Gefangene weltweit. Folter ist eines der schlimmsten Verbrechen, das einem Menschen angetan werden kann. Unser im Wintersemester 2014/15 ins Leben gerufener Arbeitskreis möchte dazu beitragen, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir schließen uns damit der großen offiziellen Amnesty – Kampagne „Stop Folter“ an. Mit der Kampagne fordert Amnesty Regierungen weltweit auf, endlich ihre internationalen Verpflichtungen umzusetzen und effektive Schutzmaßnahmen gegen Folter zu ergreifen. Ziel der Kampagne ist es, Folter endgültig zu beenden. Wir können das schaffen, wenn sich jeder einzelne – vom Menschen auf der Straße bis zum Staatsoberhaupt – zwischen den Folterer und sein Opfer stellt.


Videos: © Amnesty International

Was unser AK tut

Wir orientieren uns zum einen natürlich an der offiziellen Kampagne und arbeiten zu den vorgegebenen Schwerpunktländern und Fällen. Dazu stehen wir dann zum Beispiel mit einem Infostand in der Innenstadt und sammeln Unterschriften für Petitionen. Zudem planen wir Informationsveranstaltungen wie Lesungen zu konkreten Fällen. Seit kurzem bemühen wir uns außerdem auf regionaler Ebene, eine besondere Einrichtung zu unterstützen: das Therapiezentrum für Folteropfer und Flüchtlingsberatung des Caritasverbandes für die Stadt Köln e. V. Dort bekommen Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten, die in Deutschland Schutz suchen, psychotherapeutische und soziale Hilfe. Hier findet ihr weitere Infos dazu: http://caritas.erzbistum-koeln.de/koeln-cv/fluechtlinge_zuwandernde/therapiezentrum_fuer_folteropfer_fluechtlingsberatung/ Ein wichtiger Tag für uns ist der 26. Juni – der internationale Tag zur Unterstützung von Folteropfern. Er erinnert an die 1987 an diesem Tag in Kraft getretene UN-Antifolterkonvention. Zu diesem Datum planen wir eine besondere Benefizaktion für das Therapiezentrum für Folteropfer in Köln.

Hintergrund – Die Kampagne

Im Dezember 1972 startete Amnesty die erste weltweite "Kampagne zur Abschaffung der Folter" veröffentlichte zum ersten Mal eine Dokumentation über Folter und Misshandlungen weltweit. Amnesty erzielte damit einen großen internationalen Erfolg: Schon zwölf Monate später konnte bei den Vereinten Nationen eine Anti-Folter-Petition mit weit über einer Million Unterschriften eingereicht werden. Der 260 Seiten starke "Bericht über die Folter" wurde in neun Sprachen übersetzt und später mehrmals aktualisiert. 1984 startete Amnesty die zweite groß angelegte Kampagne gegen Folter. Im selben Jahr verabschiedete die UNO-Vollversammlung am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, das "Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe." Diese Antifolterkonvention machte das absolute Folterverbot völkerrechtlich verbindlich. Die Abkommen der Vereinten Nationen stellen klar: Folter ist verboten - überall und unter allen Umständen. Doch die Zahlen sind nach wie vor schockierend: In den vergangenen fünf Jahren hat Amnesty International aus 141 Ländern glaubwürdige Berichte über Folter und Misshandlung erhalten. 30 Jahre nach Verabschiedung der UNO-Antifolterkonvention ist leider klar: Es reicht nicht, wenn das absolute Folterverbot nur auf dem Papier steht. Die Staaten müssen auch Schutzmaßnahmen umsetzen, die Folter und Misshandlung verhindern.

Werft hier einen Blick in den Bericht von Amnesty International zu 30 Jahre gebrochenen Versprechen: http://www.amnesty.de/files/Amnesty-Bericht_Folter_2014.pdf

Informiert euch hier über die aktuelle „Stop Folter“- Kampagne und setzt ein Zeichen mit eurer Unterschrift: https://www.stopfolter.de/


© Amnesty International