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Amnesty International

Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty International ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen. Amnesty ist Teil einer Bewegung, in der Menschen zusammenkommen, um sich gemeinsam gegen Menschenrechtsverletzungen einzusetzen - und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret und für Tausende, die in Gefahr sind. 1977 erhielt Amnesty International den Friedensnobelpreis.


Die Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als drei Millionen Menschen weltweit: Junge und Alte verschiedenster Nationalitäten und Kulturen beteiligen sich. Sie alle bringen unterschiedliche religiöse und politische Einstellungen und Lebenserfahrungen mit. Aber alle setzen ihre Kraft und Fantasie ein für eine Welt ohne Menschenrechtsverletzungen. Sie engagieren sich für die Opfer und unterstützen und schützen Menschenrechtsverteidiger. Jeder kann sich an unseren Aktionen beteiligen und Veränderungen bewirken. Das Credo von Amnesty International lautet: Du kannst.

Amnesty International ist in über 100 Ländern vertreten. In Deutschland engagieren sich rund 100.000 UnterstützerInnen in 700 lokalen Gruppen, Jugend-, Länder- und Themenkoordinationsgruppen mit Amnesty für die Verteidigung der Menschenrechte. Amnesty International finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Regierungsgelder nimmt Amnesty nicht an, um finanziell und politisch unabhängig zu bleiben.


Gründung

Alles begann mit einem Zeitungsartikel. International Am 28. Mai 1961 veröffentlichte der Anwalt Peter Benenson den Artikel "The Forgotten Prisoners" auf der Titelseite der britischen Zeitung "The Observer". Benenson empörte sich darüber, dass das portugiesische Militärregime zwei Studenten zu sieben Jahren Haft verurteilt hatte, weil sie in einem Lissaboner Café auf die Freiheit angestoßen hatten. Mit dem Artikel startete Benenson den "Appell für Amnestie" zur Befreiung von Menschen, die allein deswegen in Haft saßen, weil sie ihre politische Meinung geäußert hatten. Dieser Appell sprach Tausenden von Menschen aus dem Herzen. Er wurde zum Startzeichen für eine weltweite Menschenrechtsbewegung, in deren Zentrum eine internationale Organisation steht - Amnesty International. Peter Benensons Leben war ein mutiges Zeugnis seines visionären Engagements gegen weltweite Ungerechtigkeit", würdigte Irene Khan, die ehemalige Generalsekretärin von Amnesty International (ai) in London, den Gründer der Menschenrechtsorganisation. Peter Benenson glaubte daran, dass gewöhnliche Leute außergewöhnliche Veränderungen bewirken können. Mit der Gründung von Amnesty International gab er jedem von uns die Möglichkeit, etwas zu verändern."


Internationaler Generalsekretär: Kumi Naidoo

Kumi Naidoo © Amnesty International

Amnesty International hat Kumi Naidoo zum nächsten Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsbewegung ernannt. Er tritt im August 2018 die Nachfolge von Salil Shetty an, der seit 2010 im Amt ist und damit nach Ablauf seiner zweiten Amtsperiode ausscheidet.

Kumi Naidoo ist ein Aktivist und engagiert sich stark auf zivilgesellschaftlicher Ebene. In der Vergangenheit war er unter anderem Geschäftsführer von Greenpeace International, Vorsitzender von Global Call for Climate Action, Gründungsvorsitzender von Global Call to Action against Poverty sowie Generalsekretär und Geschäftsführer von CIVICUS, der globalen Allianz zur Stärkung der Zivilgesellschaft. Aktuell ist er in seiner Heimat Südafrika im Vorstand von drei neugegründeten Organisationen vertreten: Africans Rising for Justice, Peace and Dignity; Campaign for a Just Energy Future und Global Climate Finance Campaign. Kumi Naidoo verfügt über einen BA in Rechts- und Politikwissenschaften von der Universität KwaZulu-Natal und einen Doktor (DPhil) in Politik von der Universität Oxford.

Der Generalsekretär fungiert als Geschäftsführer des Internationalen Sekretariats in London und ist wichtigster Sprecher der internationalen Bewegung. Amnesty International ist mit Sektionen bzw. Büros in mehr als 70 Ländern, 2.600 Angestellten und sieben Millionen Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Unterstützerinnen und Unterstützern auf der ganzen Welt die größte internationale Menschenrechtsbewegung.